Meine Gründergeschichte


Ich biete in der Praxis Monika Müller-Herrmann Trauerberatung, Psychoonkologie und Beratung für pflegende Angehörige an. Außerdem gibt es Seminare für Hospizarbeit, Koordinatorinnen, Pflegeheime und Pflegedienste. Darüber hinaus biete ich Coaching an für Menschen, die in der Hospiz-, Palliativ und Trauerarbeit arbeiten.
Nach 14 Jahren umfangreicher, praktischer Erfahrung in Hospizarbeit und Trauerarbeit in der Hospizgruppe des Bürgerinstituts e.V. habe ich mich nun selbständig gemacht und gebe meine Erfahrungen weiter. Meine Praxis ist ein geschützter Ort zum Sprechen, zum Auftanken, zum sich Sortieren und zum Zuhören.
Meine erste Sterbebegleitung machte ich 1988 im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres in der Altenpflege. Es war eine Frau mit Schlaganfall, sie konnte nicht mehr sprechen und hatte einen unnachahmlich traurigen Gesichtsausdruck, wenn ich ihre Gestik und Mimik nicht verstand. Ich habe dann den Beruf der Altenpflegerin erlernt, später Psychologie studiert. Direkt nach dem Studium hatte ich das unglaubliche Glück, die Hospizgruppe im Bürgerinstitut e.V., damals noch Institut für Sozialarbeit, zu übernehmen. Ich habe 14 Jahre lang im Bürgerinstitut praktische Hospizarbeit machen dürfen.
Eine meiner letzten Sterbebegleitungen dort war eine beeindruckend klare und warmherzige Frau, die selbst Supervisorin und Coach war und einen schnell fortschreitenden Krebs hatte. Sehr klar sortierte sie frühzeitig ihre Wohnung aus und verschenkte viel. Mir schenkte sie ihre Flipchart und ihren Moderationskoffer und riet mir, mich selbständig zu machen. Ich werde sie nie vergessen, wie wir in ihrer leerer werdenden Wohnung saßen und ihren Umzug ins Hospiz Sankt Katharina vorbereitet haben. Sie hatten einen sehr schwarzen Humor, behielt bis zuletzt Haltung und Würde und war sehr selbstbestimmt, solange es ihr möglich war.
Vom ersten Plan übers konkrete Businessplanschreiben, Gelder beantragen, Räume suchen, starten hat es fast anderthalb Jahre gedauert. Jetzt habe ich Ende 2017 gegründet und freue mich über Gäste, Besucher und Klienten in meinen Räumen.... Es ist mir ein besonderes Anliegen, trauernden Menschen und Menschen mit einer Krebserkrankung einen geschützten Raum zu geben und der Tabuisierung von Sterben, Tod und Trauer entgegen zu wirken. Daher soll es auch immer wieder offene Veranstaltungen geben neben der Einzelberatung und den Gruppenangeboten.