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Eine Trauerpraxis gründen in Teilzeit

Eine Trauerpraxis in Teilzeit aufbauen – gerade als Trauerbegleiterin

 

 

 

Viele Trauerbegleiterinnen, mit denen ich arbeite oder denen ich hier begegne, bauen sich ihre Trauerpraxis zunächst in Teilzeit auf – neben ihrer Tätigkeit in sozialen Einrichtungen, in Beratungsstellen, Hospizen oder anderen unterstützenden Arbeitsfeldern. Das ist nicht nur verständlich, sondern oft auch sehr sinnvoll.

 

 

 

Dabei macht es einen Unterschied, ob eine Trauerpraxis neben einer Vollzeit- oder einer Teilzeit-Festanstellung entsteht. Die zeitlichen Spielräume, aber auch die energetischen Ressourcen sind unterschiedlich. Umso wichtiger ist es, den eigenen Rahmen realistisch zu betrachten und sich nicht an Modellen zu orientieren, die zur eigenen Lebensrealität gar nicht passen.

 

 

 

Feste Zeitfenster statt guter Vorsätze

 

 Eine der wichtigsten Entscheidungen beim Aufbau einer Trauerpraxis in Teilzeit ist die bewusste Einteilung der eigenen Zeit. Es geht weniger darum, „irgendwann mal“ an der eigenen Praxis zu arbeiten, sondern darum, sich feste Zeitfenster zu schaffen, in denen man sich verbindlich dem eigenen Herzensprojekt widmet.

 

 Ich nenne das gern ein inneres Commitment. Für manche fühlt sich dieses Wort fremd an, aber im Kern geht es um etwas sehr Menschliches: sich selbst ernst zu nehmen und der eigenen Arbeit Raum zu geben.

 

 In meinem eigenen Alltag sieht das so aus, dass ich an bestimmten Tagen in meiner Festanstellung arbeite und mir einen festen Wochentag ausschließlich für meine Trauerpraxis reserviert habe. An diesem Tag weiß ich: Jetzt ist Raum für meine Inhalte, für mein Schreiben, für die konzeptionelle Arbeit, für Newsletter, Texte, Materialien oder die Vorbereitung von Gruppen- und Online-Formaten. Manchmal kommt ein Samstagvormittag dazu – aber immer bewusst und nicht aus Druck heraus.

 

 

Große Zeitfenster für das, was dir wirklich wichtig ist

 

 

Vielleicht kennst du das Bild vom Glas, das mit unterschiedlich großen Steinen gefüllt wird. Zuerst kommen die großen Kieselsteine hinein, dann die kleineren, dann Sand und zum Schluss Wasser. Die Botschaft dahinter ist einfach und gleichzeitig tiefgehend: Wenn die wichtigen Dinge, die großen Dinge, nicht zuerst ihren Platz bekommen, füllt sich der Alltag mit allem anderen.

 

 

Wenn der Aufbau deiner Trauerpraxis dein Herzensanliegen ist – ein Ort, an dem du deine Haltung, deine Erfahrung und deine Begleitung sichtbar machen möchtest –, dann braucht es dafür mindestens ein größeres Zeitfenster pro Woche. Nicht täglich, nicht ständig. Aber verlässlich.

 

 Gerade in sozialen Berufen, in denen wir viel geben, ist es wichtig, diesen Raum bewusst zu schützen. Er ist kein Luxus, sondern eine Grundlage für nachhaltiges Arbeiten.

 

 Routinen geben Halt – auch im Kreativen

 

 Viele Trauerbegleiterinnen sind es gewohnt, flexibel zu arbeiten und sich auf andere einzustellen. Beim Aufbau der eigenen Trauerpraxis darf es deshalb etwas geben, das Halt gibt: Routinen.

  

Ich habe zum Beispiel über Jahre hinweg meine Bücher geschrieben, indem ich mir an Wochenendvormittagen feste Schreibzeiten eingeräumt habe. Nicht, weil ich immer inspiriert war, sondern weil ich wusste: Diese Zeit gehört diesem Projekt. Mit der Zeit entsteht dadurch ein gutes Gespür dafür, was in einem bestimmten Zeitrahmen realistisch möglich ist. Das entlastet und macht den Weg leichter.

 

 Energie ist genauso wichtig wie Zeit

  

Neben der Frage, wann du an deiner Trauerpraxis arbeitest, lohnt sich auch der Blick darauf, wie du dich zu diesen Zeiten fühlst. Nicht jede Aufgabe braucht die gleiche Energie. Kreatives Schreiben, konzeptionelles Denken oder das Entwickeln neuer Angebote verlangen oft mehr innere Weite als organisatorische oder administrative Tätigkeiten.

 

 Manche Aufgaben lassen sich gut an einem Vormittag erledigen, andere eher an einem ruhigeren Nachmittag. Diese Unterschiede ernst zu nehmen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Selbstfürsorge – etwas, das du aus deiner Begleitungsarbeit sehr gut kennst.

 

 Kleine Schritte zählen

 

 Eine Trauerpraxis in Teilzeit aufzubauen ist ein Prozess, der Zeit braucht. Sie wächst Schritt für Schritt: mit jedem Text, jeder Begegnung, jedem Angebot, das klarer wird. Gerade für Trauerbegleiterinnen, die sehr verantwortungsvoll mit ihrer Arbeit umgehen, ist es wichtig, die eigenen Fortschritte nicht kleinzureden.

 

Nicht alles muss sofort sichtbar oder „fertig“ sein. Vieles darf sich entwickeln – in deinem Tempo.

  

Erholung ist kein Bonus, sondern Voraussetzung

 

Genauso wichtig wie Arbeitszeiten sind Zeiten, in denen bewusst nicht gearbeitet wird. Für mich ist das ein fester freier Tag in der Woche geworden, an dem ich nach Möglichkeit keine beruflichen Termine habe. Ein Tag für mein Privatleben, für Begegnungen, für Spaziergänge, für das einfache Dasein. 

 

Als Psychologin sage ich manchmal augenzwinkernd: Ich muss mich nicht wie eine Biologin in die freie Wildbahn legen, um Menschen zu beobachten. Es reicht, in einem Café zu sitzen, das Leben zu betrachten und ein gutes Stück Kuchen zu essen. Auch das nährt – auf eine ganz eigene Weise.

 

 Gerade wenn du eine Trauerpraxis neben einer anspruchsvollen Tätigkeit aufbaust, ist Erholung kein Luxus. Sie ist die Grundlage dafür, langfristig präsent, klar und verbunden zu bleiben – für andere und für dich selbst.

 

 Ein sanfter, tragfähiger Weg

  

Eine Trauerpraxis in Teilzeit aufzubauen bedeutet nicht, sich zu überfordern oder ständig an die eigenen Grenzen zu bringen. Es bedeutet, einen Weg zu finden, der zum eigenen Leben passt. Mit klaren Zeiten, mit realistischen Erwartungen und mit viel Mitgefühl für sich selbst. 

 

Vielleicht ist genau das der wichtigste Aspekt: Dir selbst die gleiche Sorgfalt entgegenzubringen, die du auch in deiner Arbeit mit trauernden Menschen lebst.

 

 

Vielleicht ist jetzt nicht die Zeit zu gründen – sondern gut vorzubereiten

  

Viele Trauerbegleiterinnen spüren lange vor einer tatsächlichen Gründung, dass sich etwas verändern möchte. Eine Idee ist da, ein Wunsch nach mehr Eigenständigkeit, nach einem eigenen Rahmen für die Begleitung von trauernden Menschen. Gleichzeitig tauchen Fragen auf, Unsicherheiten, manchmal auch Zweifel. 

 

Genau diese Zeit vor der Gründung wird oft unterschätzt. Dabei legt sie das Fundament dafür, ob sich der spätere Weg stimmig, tragfähig und innerlich ruhig anfühlt – oder ob er von Überforderung und Druck begleitet wird.  

 

Wenn du spürst, dass du dich gerade in dieser Vorphase befindest, dann lade ich dich herzlich zu meinem kostenlosen Webinar ein:

  

„7 Dinge, die Du mindestens 6 Monate vor Deiner Gründung tun sollst“ am 30.1.206 um 18 Uhr 

 

In diesem Webinar geht es nicht um Marketing, To-do-Listen oder schnelle Entscheidungen. Es geht um Orientierung, innere Klarheit und darum, deine Idee liebevoll und realistisch anzuschauen. Du bekommst Impulse, die dir helfen können, dich gut vorzubereiten – unabhängig davon, ob und wann du tatsächlich gründest. 

 

Du musst noch nichts wissen.

 

Du musst noch nichts entscheiden.

 

Du darfst einfach zuhören, sortieren und mitnehmen, was für dich passt.  

 

Vielleicht ist das kein Schritt in die Gründung –

 

sondern ein Schritt zu dir und deiner Idee.

 

Ich freue mich, wenn du dabei bist. 

 

Hier kannst  Du Dich für das kostenlose Webinar anmelden! Nur mit Deiner Email eintragen, und Du bist dabei!

 

 

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