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Trauerfilme oder Trauerbücher - genießen oder überstehen?

Wie gehst du mit Trauerfilmen um? Welche  Trauerbücher magst Du?

Sind  Sie für Dich eher Belastung oder Bereicherung?

 

Im Moment laufen ja einige angesagte spannende, bewegende Trauerfilme in den Kinos. Da war zum einen vor kurzem der Filmstart des Filmes „Sechswochenamt“, der von einer Tochter handelt, die ihre Mutter verloren hat und mit der Sichtung des Nachlasses beschäftigt ist. Der im katholischen Brauchtum diese Zeit beschreibt zwischen der Bestattung und einer besonderen Messe, die sechs Wochen nach der Bestattung gehalten wird, eben jenem Sechs Wochen Amt. Genauso spannend ist im Moment der Film, der jetzt am 16.4.2026 anfängt, und zwar 4 Minus 3, immerhin mit FSK erst ab 12 Jahren, der auf das persönliche individuelle Schicksal von Barbara Pachl-Eberhart anspielt. Sie und ihr Mann waren professionelle Clowns. Durch einen tragischen Autounfall verliert sie an einem Tag ihren Mann und ihre beiden Kinder. Der  Film ist eine Verfilmung des gleichnamigen Buches.

 

Genauso gibt es einige spannende Serien, die sich mit dem Thema Sterben, Tod und Trauer beschäftigen. Zum Beispiel eine mehr ins Comedy-hafte gehende Serie mit Anke Engelke als Bestatterin und Trauerrednerin auf Netflix „Das letzte Wort“. Es gibt sehr viele gute biographische Bücher, aus denen später Trauerfilme wurden.

 

 

 

Wie gehst du um mit solchen Filmen? Wenn du das Bedürfnis hast, mit einer Freundin reinzugehen? Oder andersrum, wenn eine wohlmeinende Freundin meint, dir in deiner Trauer einen Gefallen zu tun, indem sie sagt: "Mensch, magst du mit mir in den Film gehen?" Also zum einen kannst du jede Film-Einladung ablehnen.

 

Ich erlebe das auch selbst, dass ich mich als berufliche Trauerbegleiterin für diese Filme interessiere und dass nur ganz wenige Freunde Interesse haben, mit mir in diese Filme zu gehen.  Eine Freundin meinte neulich direkt, ich brauche da gerade etwas Leichtes, ich gehe lieber tanzen.

 

 

Was kannst  Du tun? 

 

  • Nimm dir Taschentücher mit, das ist immer gut, wenn du in einen Trauerfilm gehst.
  • Vereinbare mit dir selbst und mit deiner Begleitung, dass du außer ordentlich Popcorn mümmeln und Softdrinks trinken auch jederzeit den Kinosaal verlassen darfst.
  • Mir ist das auch einmal passiert, dass mir ein Film viel zu nahe ging und ich dann mitten im Film das Kino verlassen musste. Ich finde es sehr bewegend, was solche Filme emotional in uns auslösen können. Sie können Verständnis wecken dafür, wie andere Trauer erleben, wie Trauer im Film verarbeitet wird, oder wie die Drehbuchautorin dieses Thema Trauer im Film umgesetzt hat. Sie können aber auch nach hinten los gehen, in dem Sinne, dass ich noch viel, viel trauriger aus dem Film raus gehe und es sich nicht löst, sondern ich mich eher in die Trauer wieder reinkreisele. 
  • Vereinbare mit jemandem, dass Du nach dem Film schweigen darfst, telefonieren darfst, spazieren gehen oder auch in ein Café gehen und reden darfst, je nachdem, wo nach Dir ist. Du darfst das machen, was Dir gut tut!
  • Achte gut auf dich und deine Grenzen, wenn du in einen Trauerfilm gehst. Habe Verständnis dafür, wenn deine Freundinnen nicht mit dir reingehen wollen. Vielleicht kannst du auch mit jemand ganz anderem rein, z.B. mit einer Selbsthilfe-Gruppe für Trauernde. Schau einfach mal, welche Filme dich ansprechen, welche Filme dich nicht ansprechen.
  • Wenn es Dir gut tut, schaue den Film lieber zu Hause mit Deiner besten Freundin und nicht im Kino, wo die große Leinwand überwältigend sein kann.

 

Völlig out of topic läuft natürlich Harold and Maud als ein ganz spezieller Humorfilm im Umgang mit dem Thema Sterben, Tod und Trauer und der unnachahmlichen Filmmusik von Cat Stevens. 

 

Das gleiche gilt für Trauerbücher... die wenigsten kannst du in einem Zug durchlesen. Die meisten Trauerbücher, die ich gelesen habe, musste ich immer wieder absetzen, nachsinnen, nachspüren. Und ich bekam manche Bücher geschenkt, die ich gut fand, und andere, die für mich eine Zumutung sind. Ich bekam auch einige Bücher von Kolleginnen geschenkt, die wie ich darüber schreiben, wie sie ihre Trauer erlebt haben.

 

Aktuell schreibe ich an einem Buch über die vorweggenommene Trauer bei Demenz, die ein jahrelanger Trauerprozess sein kann.

 

Teile gerne hier unter dem Blogartikel, was für Dich wirklich gute Trauerfilme oder Trauerbücher sind. 

 

(Bilder im Blog von Freepik)

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Kommentare: 1
  • #1

    Daniela limbach (Mittwoch, 27 Mai 2026 22:59)

    Meine email [email protected]
    Bitte tips und keine lacherlichkeit auf meinen text von gerade Daniela limbach
    Mein mann verloren an leukämie träume immer und es tutbweh obwohl Ich weissner ist frei hat keine schmerzen jst da wo er him wollte bitte um tipps oder was auch immer