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Das Jahr 2007 war das Jahr, in dem ich mit Trauerbegleitung begann

Das Jahr, das aus mir eine Trauerbegleiterin gemacht hat - Warum ich 2007 mit dem Thema Trauerbegleitung angefangen habe

 

 

In 2007 starteten in Hessen die ersten Palliative Care Teams. In meiner Stadt, in Frankfurt, starteten gleich drei Teams. Ich war damals Koordinatorin einer Hospizgruppe, wir kooperierten eng mit einem Team. Dennoch stellten wir fest, dass durch die Etablierung der Palliative Care Teams viele Begleitungen jetzt zuerst an die SAPV Teams gingen, nicht mehr an uns. Wir erlebten einen starken Rückgang und eine starke Verkürzung der Begleitungen. Da die Anzahl der Begleitungen für eine ambulante Hospizgruppe neben der Anzahl der Ehrenamtlichen die beiden wichtigsten Eckpunkte für die Berechnung des Krankenkassenzuschusses sind, war das existentiell bedrohlich für uns. Außerdem wurden die Ehrenamtlichen zunehmend unzufriedener, beklagten sich über zu wenig Begleitungen. Ein Ehrenamtlicher sagte Ende 2007 zu mir: „So habe ich mir meinen Einsatz als Ehrenamtlicher in der Hospizarbeit nicht vorgestellt!“ Ich sagte: „Sie hatten doch drei Begleitungen in 2007?“ Er meinte: „Ja, drei Begleitungen á drei Tage! Ich sammele trauernde Witwen statt Sterbebegleitungen…“

 

 

Wir suchten zwei neue Einsatzfelder für die Ehrenamtlichen, um sie zu halten, die Begleitungszahlen zu erhöhen und auf die veränderte Situation einzugehen. Bis dahin waren wir überwiegend ambulant tätig. Zum einen gingen wir vermehrt auf die Pflegeheime zu, zum anderen entwickelten wir den Plan für die Gründung des Trauercafés. Ein Teil der Ehrenamtlichen wurde zusätzlich für die Besuche im Pflegeheim geschult, ein Teil wurde sehr aufwändig in einer Inhouse Schulung für das Trauercafé geschult. Die Projektphase Trauercafé dauerte ca. 7 Jahre.

 

 

Der damalige Geschäftsführer förderte das Projekt sehr, es gelang uns, für die Startphase eine Großspende zu gewinnen und auch für den weiteren Verlauf Spenden zu akquirieren. Drei Jahre später wechselte die Geschäftsführung zweimal. Die dann bleibende Geschäftsführerin rechnete alles mit dem Rotstift durch. Siehe da, das Trauercafé war unterfinanziert. Ich musste Jahr um Jahr um den Fortbestand des Trauercafés kämpfen, obwohl es sehr bekannt geworden und sehr gut besucht war. (ein Sonntag pro Monat, 12 bis 16 Besucher:innen) Parallel bot ich Einzelbegleitungen an, für die die Klienten direkt zahlen mussten. Ich war erstaunt, dass fast alle Einzelklienten bereitwillig bar für die Beratungen bezahlten.

 

 

Aus verschiedenen zusätzlichen Gründen verließ ich die Einrichtung und machte mich 2017 selbständig. 2017 erschien auch mein Buch über „Aufbau und Leitung eines Trauerprojekts“. Das Trauerprojekt wurde von meiner Nachfolgerin leider direkt im Anschluss an meinen Weggang geschlossen, und von meinen Ehrenamtlichen noch ein paar Jahre in Eigenregie an einem anderen Ort weitergeführt.

 

 

 

 

Bild aus dem Trauercafé im Sommer 2017

Warum ich mich damals für Trauerbegleitung und Coaching und nicht für Astrologin und  Ritualfrau entschieden habe

 

 

Ich hatte zwei mögliche Wege in die Selbständigkeit, als Trauerbegleiterin und Coach einerseits, als Ritualfrau und Astrologin andererseits. Das mag verwundern. Ich hatte damals seit über 25 Jahren Erfahrung mit Tarot, Astrologie und Frauenritualkreisen und zu dem Thema schon mehrere Bücher unter Pseudonym veröffentlicht. Gleichzeitig hatte ich 15 Jahre Erfahrung in der Hospiz- und Palliativarbeit und ebenfalls hier zwei Bücher veröffentlicht. Ich musste mich in der Selbständigkeit für ein Standbein, für einen Namen und ein Metier entscheiden. Letztlich erschien mir Trauerbegleitung, Hospizarbeit, Psychoonkologie und Coaching zum Wagnis der Existenzgründung passender. Ich hatte mit mehreren Menschen über beide Optionen gesprochen, auch mit meiner spirituellen Lehrerin, die mir ebenfalls zu diesem Schritt riet.

 

 

Kreismitte mit  Jahresorakel an LIchtmesse, Margarete Petersen Tarot, Frauenritualkreis Frankfurt.

Die ersten Schritte mit meiner selbständigen Trauerbegleitung und was ich dabei erlebt habe

 

 

Ich habe zwei Gründungsberatungen gehabt, einen sehr guten Gründungskurs, und im Dezember 2017 gegründet. Anfangs machte ich viele Fehler, setzte z.B. meine Stundenpreise zu niedrig an. Aber meine langjährige Berufserfahrung im Hospiz- und Palliativbereich half mir, schnell die ersten Kunden und Kundinnen zu gewinnen.  Ebenso meine Erfahrungen in der Erwachsenenbildung und mit Hospizbegleitungskursen.

 

 

Lies hier einen Blogartikel über die Vorphase der Gründung.

 

Im Grunde habe ich mich 2017 selbständig gemacht mit Trauerbegleitung, aber meine heimliche Leidenschaft für Astrologie und Frauenrituale immer weiter gepflegt, ohne Geld damit zu verdienen.

 

 

Was mich meine selbständige Praxis als Trauerbegleiterin seitdem gelehrt hat:

 

  • Vom Weggang aus einer Festanstellung im sozialen Bereich hin zur selbständigen Unternehmerin, war es ein langer Weg. Es ist ein kompletter innerer Wandel, eine große Herausforderung und für mich war es eine Befreiung.
  • Netzwerken hilft in der Selbständigkeit enorm.
  • Meine spontane Freude an Social Media Marketing hat mir vieles erleichtert.
  • Es gab viele Höhen und Tiefen.
  • Ich musste zweimal einen Kredit aufnehmen: Einmal einen Gründungskredit und einmal in einem Liquiditätsengpass.
  • Es ist okay, hin und wieder einen Nebenjob neben der Selbständigkeit zu machen.
  • Es macht mir Freude, immer wieder neue Produkte und Dienstleistungen zu generieren
  • Der zusätzliche Aufbau von Präsenz und Onlinekursen hat mir sehr geholfen.
  • Die Coronakrise war kein Einbruch für mich, sondern ein Gamechanger, da ich das Onlinebusiness für mich entdeckt habe. Ich habe mir eine sehr gute Streamingkamera. Beleuchtungskörper gekauft und mein Mann schenkte mir sein Mikrofon.
  • Ich arbeitete sogar mit an der Handreichung, wie ein Letzte Hilfe Kurs gut online gehalten werden kann!

 

 

Warum ich mich heute wieder für Trauerbegleitung entscheiden würde:

 

 

Es ist ein wundervoller Prozess, Trauernde Menschen zu begleiten, ihnen zu helfen, ihre Gefühle zu erkunden, ihnen einen geschützten Platz für die Trauer zu geben und sie gemeinsam wieder zur Lebensfreude zurückfinden zu lassen. Besonders der den Trauernden in den Gruppen mögliche Galgenhumor beeindruckt mich immer wieder. Mitten im Leid auch mal über sich selbst schmunzeln oder lachen zu können, ist etwas ganz Besonderes, was ich gerne fördere.

 

 

Als Coach für Trauerbegleitende, als Qualifizierende im Grundlagenkurs Trauerbegleitung und als Trauerbegleiterin bin ich weiterhin gerne wirksam und für Dich/Sie da!

 

Hier findest  Du eine Auswahl meiner Angebote:

 

Melde Dich hier zum Schnupperwebinar an, "7 Dinge, die Du 6 Monate vor Deiner Gründung tun solltest!" (nächster Termin: 8.5.)

 

 

Buche hier ein Erstgespräch! Online, montags oder freitags!

 

 

Hole Dir den kostenlosen Minikurs „Dein Rettungsring in der Trauer“

 

 

Hole Dir den Onlinekurs für Trauernde „Deine Trauer bewältigen lernen“  für nur 129 Euro!

 

 

Melde Dich für den Grundlagenkurs Trauerbegleitung in Präsenz in Frankfurt an!  Aktuelle Termine findest Du hier!

 

 

Wenn Du eine besondere Anfrage hast, schreibe mir eine Email an [email protected] oder rufe mich an!

Wenn Du ein Weggefährte oder eine Weggefährtin in der langen Zeit warst, schreibe gerne einen Kommentar hier herein! Danke für die lange Zeit gemeinsam, erst im Bürgerinstitut e.V., dann in der Selbständigkeit.

 

Monika Müller-Herrmann

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