# Halbjahresbilanz 2026: Zwischen Ernten, Loslassen und neuen Wegen
Anfang Juli ist für mich jedes Jahr ein guter Zeitpunkt, einmal innezuhalten.
Was ist in den vergangenen sechs Monaten entstanden? Was ist gelungen? Wo durfte ich loslassen? Und welche Projekte brauchen im zweiten Halbjahr meine besondere Aufmerksamkeit?
Gerade als Soloselbstständige gerate ich leicht in die Falle, immer nur auf das zu schauen, was noch nicht fertig ist. Dabei lohnt sich der Blick auf das, was bereits gewachsen ist.
## Ein intensives erstes Halbjahr
Besonders freue ich mich darüber, dass mein Frühjahr-/Sommerkurs der Grundlagenausbildung Trauerbegleitung erfolgreich abgeschlossen wurde. 12 Trauerbegleiterinnen (es war ein reiner Frauenkurs) sind ins Leben und Engagement entlassen worden. Es war wieder bewegend zu erleben, wie Menschen in wenigen Monaten fachlich und persönlich wachsen und ihren eigenen Weg in der Trauerbegleitung finden.
Auch der Blick nach vorne macht Mut: Für den Herbstkurs 2026 sind bereits alle bis auf vier Plätze vergeben. Außerdem hat sich eine sehr sympathische Praktikantin vorgestellt, die den Herbstkurs mitgestalten möchte. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.
Noch weiter in die Zukunft gedacht: Die Termine für beide zertifizierten Grundlagenkurse im Jahr 2027 stehen bereits fest. Das schafft Planungssicherheit – für mich und für zukünftige Teilnehmer:innen.
## Neue Aufgaben im Bundesverband Trauerbegleitung
Ein besonderes Erlebnis war für mich die Teilnahme an der Jahrestagung und Mitgliederversammlung des Bundesverbands Trauerbegleitung Anfang des Jahres.
Zum ersten Mal war ich dabei – und ich bin gleich mit zwei neuen Ehrenämtern nach Hause gefahren. Seitdem engagiere ich mich
* im Social-Media-Team des Bundesverbands Trauerbegleitung,
* sowie im neu gegründeten Netzwerk der Anbieter:innen zertifizierter Grundlagenkurse.
Beides bereichert meine Arbeit sehr. Der Austausch mit Kolleg:innen ist intensiver geworden und ich merke, wie gut mir diese stärkere Vernetzung innerhalb unseres Berufsverbandes tut.
## Neue Kooperationen entstehen
Für das zweite Halbjahr durfte ich gemeinsam mit dem Evangelischen Regionalverband Frankfurt und Offenbach gleich vier Honorarverträge zu unterschiedlichen Angeboten rund um die Trauerbegleitung abschließen. Solche Kooperationen entstehen selten über Nacht. Sie sind das Ergebnis vieler Gespräche, einer verlässlichen Zusammenarbeit und eines langen Vertrauensaufbaus. Schon länger biete ich in diesem Rahmen eine Trauergruppe an.
Auch die Planungen für den Tag des Friedhofs am 20. September laufen inzwischen auf Hochtouren. Ich werde wieder mit einem Infostand in der Trauerhalle sitzen, wie all die Jahre vorher, und einen Vortrag in der Trauerhalle halten dürfen.
## Neue Erfahrungen im Online-Business
Ein Bereich, in dem ich in diesem Jahr besonders viel gelernt habe, ist das Affiliate-Marketing. Noch vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht, dass sich damit für mich ein vierstelliger Umsatz erzielen lässt. Außerdem durfte ich mein erstes Coachingpaket im Wert von 2.000 Euro verkaufen.
Für viele mag das selbstverständlich klingen. Für mich war es ein wichtiger Meilenstein. Er zeigt mir, dass Menschen bereit sind, in eine persönliche Begleitung zu investieren, wenn sie Vertrauen aufgebaut haben und den Nutzen erkennen.
## Aber nicht alles ist gelungen
Zu einer ehrlichen Halbjahresbilanz gehört für mich auch das, was ich nicht geschafft habe. Ich habe mich entschieden, das Hospizbegleitungsseminar in Hanau abzugeben. Auch ein bereits geplantes Tagesseminar in Bielefeld werde ich nicht durchführen.
Diese Entscheidungen sind mir nicht leicht gefallen. Doch ich merke immer deutlicher, dass mir längere Dienstreisen körperlich zunehmend schwerfallen. Gesundheit bedeutet manchmal auch, bewusst Grenzen zu setzen und Prioritäten neu zu ordnen.
## Der Onlinekongress braucht jetzt meine Aufmerksamkeit
Ein Projekt begleitet mich schon seit Monaten: der Trauerwendepunktekongress im September. Hier liege ich momentan hinter meinem ursprünglichen Zeitplan.
Früher hätte ich mich darüber geärgert.
Heute weiß ich: Es bringt wenig, mich dafür zu verurteilen. Entscheidend ist nicht, dass alles perfekt nach Plan läuft, sondern dass ich die nächsten Schritte konsequent angehe. Genau darauf wird mein Fokus in den kommenden Wochen liegen.
## Was ich aus dieser Halbjahresbilanz mitnehme
Wenn ich auf die vergangenen sechs Monate zurückblicke, erkenne ich vor allem eines:
Wachstum sieht oft anders aus, als wir es Anfang des Jahres geplant haben.
Manche Projekte entwickeln sich schneller als erwartet.
Andere brauchen deutlich länger. Ich nutze für mich selbst ein intensives Coaching und das wünsche ich auch Dir! Seit vier Jahren lasse ich mich von Meike Hohenwarter coachen und seit einem dreiviertel Jahr bin ich aktiv bei ihr im Team. Wenn Du bei mir oder ihr ein Coaching buchen möchtest, frage mich gerne an!
Neue Chancen entstehen.
Und gleichzeitig dürfen wir lernen, Dinge loszulassen, die nicht mehr zu unserer aktuellen Lebenssituation passen.
Vielleicht ist genau jetzt auch für Dich ein guter Moment für eine persönliche Halbjahresbilanz.
Nicht mit der Frage: *Was habe ich alles nicht geschafft?*
Sondern mit der Frage:
**Was ist in den vergangenen sechs Monaten gewachsen? Was darf bleiben? Was darf gehen? Und welches eine Projekt möchte ich bis zum Jahresende wirklich verwirklichen?**
Ich wünsche Dir den Mut, Deine Erfolge bewusst wahrzunehmen, freundlich auf das Unvollendete zu schauen und mit neuer Klarheit in die zweite Jahreshälfte zu starten.
Und wenn Du gemeinsam mit mir im Rahmen eines kostenlosen Webinars darauf schauen willst, wie Du Dein Trauerprojekt, Dein Herzensprojekt oder Deine Praxisgründung jetzt auf die Beine stellen kannst, melde Dich hier mit Deiner Emailadresse hier für das Webinar am 10.7.2027 um 11 Uhr an.
Und ich blogge wieder mehr! Dies ist der 13. Blogartikel im 1. Halbjahr! Danke, dass Du ihn liest!
Monika Müller-Herrmann
Trauerexpertin · Demenzcoach · Gründungscoach für Trauerbegleiter:innen

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